Samstag, 7. Dezember 2013

frankfurt hauptbahnhof, endstation für den ec aus klagenfurt

ja, da ist das reisen noch ein echtes abenteuer : ich öffne die tür und trete hinaus. was ist das denn für ein bahnsteig? es ist dunkel und vor mir steht mächtig das alte stellwerk. wow! ich bin auf der falschen seite raus.

ein zug, der mir nicht die letzte verantwortung abnimmt, einer, der mich nicht entmündigt. das gefällt mir.

stuttgart hauptbahnhof, ec aus klagenfurt

vor ulm müssen berge von schnee liegen, der zug hat über eine stunde verspätung.

als er dann da ist, die überraschung : leere abteils,  jede menge sitzplätze. und ein altvertrauter geruch, wie züge früher halt gerochen haben, in den vorklimatisierten zeiten.

vielleicht sollte ich bei gelegenheit einmal nach klagenfurt reisen.

frankfurt hauptbahnhof, ic nach stuttgart

ein ic. ohne "e".
dass es so etwas noch gibt.

mit fahrradabteil und schwankenden übergängen zwischen den waggons. gute alte zeiten.

vor allem : anderes publikum, nicht dieses hochnäsige businessvolk. vielleicht liegt das aber auch daran, dass heute samstag ist.

Donnerstag, 28. November 2013

london, st. pancras international, eurostar terminal

andere reihenfolge : erst durchleuchten, dann passkontrolle. als mir der beamte "have a nice day" wünscht, verstehe ich ihn nicht und denke mit schaudern an meinen besuch bei den auslandsschnüfflern. weiß er davon?

mülleimer gibt es hier nicht, wohl damit niemand etwas unangenehmes reinwirft. reinigungskräfte mit leuchtwesten und ebensolchen gummihandschuhen sorgen für ordnung.

heimwärts.

Mittwoch, 27. November 2013

london, marylebone, pub in dorset street

ich wunderte mich schon über die inneneinrichter mit riesigen porzellanelefanten im fenster oder marmorverkleideten bädern oder badewannen mit seitlichem glaseinsatz (wäre hervorragend geeignet zum fische beobachten, aber wer schrubbt sowas?) und die bewachten kellerabgänge zum "private club", aber dann querte ich die straße und stand vor der hermetisch gesicherten us-embassy. davor ein zelt mit irakischen hungerstreikern. ich zog schleunigst weiter.

oxford-street - eine langgezogene einkaufsmeile voller handtaschen, mode, parfum. nördlich wirds ruhiger, in marylebone tobt nicht der bär und ich genieße ein ruhiges london-abschluss-bier in the barley mow.

london, mayfair, shepherds market

was für eine erholung : nach dem trubel und dem luxus von brompton road und harrods (halbe sachen mach ich nicht) die ruhe in mayfair. die luxuskarossen der park lane verirren sich vereinzelt auch hier her, aber hier ist nix mit breit durchrauschen, hier heißt es: bitte wenden!

london, notting hill, portobello road

fotografierverbot in the "kensington palace gardens": wär ich nicht aus dem gesträuch (hyde park) gekommen, hätt ich mich nie hier her gewagt. doppelt und dreifach gesicherte ein- UND ausfahrtkontrolle, an jedem haus, ach was, palast! ein eigenes tor für "in" und "out" ... ich war im botschaftsviertel gelandet. schlechte zeiten für schnüffler ...

auf dem weg zur portobello road wird an die eigene sicherheit gemahnt, wo bin ich denn jetzt gelandet? aber mittwochs ist hier nicht viel los. himmlische ruhe und in "charlie's" cafe eine reichhaltige kuchenauswahl.

london, hyde park

im hyde park ist die mode wieder anders : gummistiefel, gesteppte weste oder burberry coat, dazu lässig eine leine in der hand. der hund läuft irgendwo rum und / oder belästigt andere hunde.

der einzige lärm im park stammt vom kreischen der möwen oder schnattern der gänse. auch der antreiber der sportklasse ist nicht zu überhören. er trägt tarnkleidung und einen überlebensrucksack. ein ausbilder der lokalen spionageschule?

london, dorset street, the barley mow

wie überall treffen in diesem pub alt und jung aufeinander. zuweilen ganz alt ... barfood wird abends nicht serviert, dafür gibt es eine bunte auswahl crisps (und der fish & chips-laden ist um die ecke).
aber es gibt hier zwei separees, kleine, durch holztrennwände geschützte kojen für etwa vier pubbesucher. mit direktem zugang zur bar. was will man mehr?

na gut, zum rauchen muss man vor die tür ...

Dienstag, 26. November 2013

london, cafe in the crypt of st. martin in the field church

gerade richtig für eine pause komme ich bei st. martin in the fields an. ich muss mal. ausserdem bin ich müde. ich könnte auch über die straße in the national gallery. da gibts bestimmt auch n lokus ... aber dann überwiegt die neugierde auf das "cafe in the crypt".

sagenhaft!

im alten gewölbe verbirgt sich nicht etwa eine kleine kaffeebude, nein, ein speisesaal mit einer reichhaltigen auswahl leckerster leckereien: suppen, salate, törtchen, sandwiches, warme aufläufe ... ich entscheide mich für creme brulee. eine gute wahl.

london, albert embankment

da kann die sonne noch so lachen : london fiebert bereits weihnachten entgegen. die straßen sind geschmückt mit glitzer und lichterketten und die pubs werben um kunden für die xmas-party. wie weihnachten sich wohl in einem pub anfühlt? singen die dann "ihr kinderlein kommet"?

am buckingham palace werden gerade die königlichen weihnachtsbäume angeliefert, schnöde auf einem grünen pritschenwagen.

überraschung dann beim legolandhouse am albert embankment: selbst da müssen die mitarbeiter zum rauchen vor die tür. wenn da mal keiner den zugangscode ausspäht ...

london, new bond street

frühmorgens ist schwarz die angesagte farbe : schwarze schuhe, schwarze stiefel, schwarze hosen oder schwarze strümpfe.

nur bauarbeiter und touristen tragen jeans. und die haben es auch nicht eilig.

london, chiltern street, blandford hotel

frühstück gibts von 7 bis 9.
nicht gerade die touristenzeiten mit langschläferfrühstück nach durchzechter nacht.

aber als besucher vom kontinent ist diese nacht ja noch ne stunde länger und ich kann mich nochmal umdrehen.

der blick aus dem hotelzimmerfenster geht auf den innenhof mit seinen feuertreppen. die ganze nacht hell erleuchtet, dafür absolut ruhig. und das mitten in london. einzig das jaulen der polizeisirenen schafft es dann und wann in diese ruhe.

Montag, 25. November 2013

london, marylebone street, metropolitan bar

die metropolitan bar fängt harmlos an: einzelne tische in ruhigen ecken. dann die treppe hoch und ich wähne mich im hofbräuhaus. das ist mal ne trinkhalle!

und passend zur jahreszeit gibt es leckeres bier: red breast, red nose usw.

london, baker street

die aus vergangenen urlauben verbliebenen pfunde reichen gerade für ein one-way-ticket. ich muss mich also noch ein wenig gedulden, bevor ich mich in den kauf von pasties oder fish and chips stürze.

die fahrt durch den tunnel dauerte lächerliche 20 minuten und kaum tauchte der zug in england auf, schien die sonne. wofür hab ich einen schirm eingepackt?

frankreich, eurostar-terminal lille-europe

schon in brüssel ist mir das aufgefallen : die hermetische abriegelung der eurostar-bahnsteige. erinnerungen an das geteilte berlin werden wach ...

und hier auch wieder: wachmannschaften, barrikaden, dichter maschendraht.

sicher ist sicher.

bruxelles-midi, eurostar-terminal

beim zugticketkauf, im reiseplan im zug ... überall wird dick und fett darauf hingewiesen, unbedingt die check-in-zeit zum eurostar zu beachten. oha, dachte ich mir, und wenn das biest von ice nun verspätung hat?

es hatte verspätung, zwischenzeitlich 7 minuten.

dann die einfahrt in brüssel, 2 minuten zu früh, keine paar hundert meter zum eurostar-terminal, niemand vor mir am check-in, an der passkontrolle, in nullkommanichts durchleuchtet, zack, drin (der eurostar ist wahrscheinlich noch gar nicht da).
so einfach ist das!

und jetzt geh ich gucken, ob der kiosk das ultimative britische offroadheft hat ...

hbf frankfurt am main, ice 16 international

bei strahlend blauem himmel fährt der ICE superpünktlich aus der bahnhofshalle. die uhr am bahnsteig zeigt 10 uhr 16, die im zugdisplay 10 uhr 14. bin ich jetzt auch früher am ziel?

Montag, 11. November 2013

abendhimmel, schwalbach im taunus

die kraniche ziehen!

immer wieder macht es mich sprachlos, wenn sich die vögel auf ihre lange reise machen. ich spüre meine sehnsucht nach der ferne.

sie reisen mit der hoffnung, anzukommen. gewiss ist auf dieser reise für die tiere hingegen nichts.

wozu sorge ich mich also um verspätete züge und bahnen?

Dienstag, 15. Oktober 2013

frankfurt am main, kurfürstenstraße

in den hinterhöfen liegen versteckt alte garagen und werkstätten. schmale gassen führen dorthin. schatten spenden hohe bäume und ihr buntes laub verströmt diesen salzigen, würzigen geruch des herbstes.

Sonntag, 29. September 2013

lahnwanderweg, etappe 11, oberhalb laufdorf

heute fegt ein kalter wind über die höhen. der kalte ostwind.

das tagesziel ist bereits in sichtweite und die gedanken wandern schon mal vor ins cafe, aufs sofa und in die warme badewanne.

ostwind eben.

Samstag, 28. September 2013

lahnwanderweg, etappe 12, kurz vor braunfels

was machen die ganzen leute an solch einem schönen samstag? eines ist sicher: wandern tun sie nicht. im wald ist es wunderbar ruhig.

ist mir mehr als recht.

lahnwanderweg, etappe 12, oberhalb von kubach

glockenblümchen wippen im milden herbstwind, pilze wachsen auf den wiesen, eine wespe hat sofort die offene brotdose entdeckt. die bäume hängen voller zwetschgen und leuchtender äpfel und herbstzeitlose säumen den wegrand.

wandern im september ist herrlich!

Samstag, 21. September 2013

frankreich, vosges, mont ste odile

sonne und wolken wechseln sich ab. die wege sind nass und trocken. es geht auf und ab. nichts bleibt gleich.

frankreich, vosges, mont ste odile

weit geht der blick übers land, kleine lichter glitzern und der frühnebel liegt wie wattebäuschchen in den ebenen. über dem dunklen wald ist der himmel beinahe violett, im osten leuchtend rot. die sonne erscheint als schmale, grell leuchtende linie und steigt höher und höher. die alten buntsandsteinmauern taucht sie in warmes orangenes licht.

gute reise, sonne, wärm mir heute das herz.

Freitag, 20. September 2013

frankreich, vosges, mont ste odile

was lange währt wird auch mal gut. ich bin angekommen.
das alte knarzige hotel gibt es jedoch nicht mehr, jetzt ist alles hochmodern. vom thron im badezimmer kann ich direkt auf die pilger schauen, allerdings befürchte ich, dass die pilger auch genau so gut auf mich auf meinem thron schauen können.

frankreich, auf dem weg in die vogesen

frankreich und mein navi, die scheinen auch keinen vertrag miteinander zu haben. wie oft hab ich mich verfahren? dreimal? viermal? bin ich eigentlich im richtigen land?

Samstag, 7. September 2013

bottrop, halde beckstraße, tetraeder

klein-jussuff macht seinem vater heute keine ehre: beim blick durch die gitterplatten verlässt ihn schon auf der ersten plattform der mut.
papa steigt weiter, der sohn saust zurück.

ich mach es ihm nach, mir ist das auch nicht geheuer.

essen, zeche zollverein

die dame vor mir stellt genau die richtige frage:

wozu braucht es hier so viele und große bauten, wenn die kohle doch UNTER der erde ist?

düsseldorf, esprit-arena

für die konzertbesucher gibt es eine eigene caravanspur auf den parkplatz. und da fährt nicht nur einer drauf, nein, eine ganze menge!
zum konzert und danach campen. nicht mehr im zelt, im wohnwagen.
das gefällt mir.

Sonntag, 1. September 2013

solling, neuhaus

neuhaus hat auch schon bessere tage gesehen: geöffnet scheint einzig die tankstelle; cafes und hotels? fehlanzeige. allerdings sind auch kaum neuhaus-besucher zu sehen oder krauchen die alle im gebüsch rum auf der suche nach verfallenen schwimmbädern?

solling, torfhaus

von wegen falsches navi: das biest hier kennt auch die abkürzungen!
:-)

solling, torfhaus

kühl ist es hier oben, es riecht nach feuchtem moos und die früchte der eberesche leuchten knallrot.
da winkt der herbst.

auch dutzende von motorradfahrern nutzen den tag, sausen durch diesen kleinen naturpark.
und hätte ich das andere navi dabei, würde ich wieder den spinnenbeindünnen wegen folgen. so bleib ich halt sauber und brav auf der straße.

Dienstag, 27. August 2013

rhön, hohe geba

himmlische ruhe im ehemaligen militärischen sperrgebiet. ruhe und inspiration, erinnerung an den ewigen kreislauf. den lauf des jahres und im leben.

und zutrauliche wespen.

der ruf der krähe gemahnt an den kommenden herbst.

seit gestern kreuzen wilde tiere  den weg: reh, frösche, fuchs, bussard.

Montag, 26. August 2013

rhön, mellrichstadt, hainburg-areal

nach dem frühstück ein spaziergang rund ums alte kasernengelände und dabei eine handvoll liebevoll gemachte dosen bergen und nach dem spaziergang am schwimmteich sitzen und dem wasser lauschen, den fröschen, in die bäume schauen, insekten beobachten ... einfach perfekt.

Sonntag, 25. August 2013

rhön, mellrichstadt

das sind ja beinahe norwegische verhältnisse in der rhön: dauerregen ...

also: bücher eingepackt, ein hotel mit schönem wellnessbereich und leckerem essen ausgesucht, das auto vollgetankt und ab die post.
bier gibts hier bestimmt auch. das ultimative regen-gegenmittel.

Mittwoch, 21. August 2013

hamburg, cafe ponton hinterm alsterhaus

das parkhaus im exclusiven alsterhaus könnte aus der feder eines norwegischen architekten stammen. ich frage mich, wie die hamburger highsociety ihre autos da rein kriegt. oder gehen die zu fuss?

hamburg ist angenehm entspannt, frei von hektik und die luft ist erfüllt von parfumduft. douglas und co lassen grüßen.

dänemark, e45, kurz nach aalborg

dänisches gebäck, ein wahres gedicht!

punkt 5 uhr in der frühe weckte die schiffsdurchsage: das frühstücksbuffett ist eröffnet. argh ...

jetzt sind wir schon auf dem weg nach süden und ich könnte noch so ein zimtpuddingschneckchen verzehren. mjam.

norwegen, an bord der bergensfjord, kurs dänemark

da durften wir unser wägelchen wieder auf der rampe nach oben ins zwischendeck fahren. lichte höhe maximal 2 meter. ich schätze, das ist ziemlich exakt, da ist nicht mehr viel luft nach oben. ein wenig haben wir schon das genick eingezogen ...

die fähre hat auch schon bessere tage gesehen, da täuscht auch der frische anstrich nicht drüber weg. aber es macht sie auch sympathisch, denn das abendkleid liegt ganz unten im auto drin.

im sonnenuntergang genießen wir jetzt die ruhe auf deck, die restlichen snackkrümel aus unserer bordverpflegung und ein bierchen aus dem tax-free-shop.

Dienstag, 20. August 2013

norwegen, risavik havn

hei, so sieht also die sonne aus ... richtig warm geworden ist es.

wir stehen als erstes auto am check-inn und ich bin gespannt, welcher der 4 schalter tatsächlich geöffnet wird ;-)

norwegen, e39, fähre bokn

kaum geparkt, da gehen schon die luken zu und ab die post.
noch 50 km bis stavanger.
es scheint, dass wir noch genug zeit haben, das auto noch bis unters dach mit leckerer norwegischer schokolade zu füllen.
:-) mitbringsel müssen halt doch sein.

norwegen, e39, fähre halhjeim

mitten über norwegen hockt ein tief und beschert uns dieses durchwachsene wetter. da, wo wir anfangs waren, scheint die sonne.
über die fähre hinweg fegt eine steife brise, sobald jemand von deck herein kommt, herrscht erwartungsvolles schweigen, ob derjenige die deckstür gegen den heftigen wind wieder zu kriegt. die quote liegt bei 2 zu 5.

Montag, 19. August 2013

norwegen, bergen, pizzeria am zachenkaien

gestern sind wir noch durch das alte bryggen geschlichen, sagenhaft urig und schön, und, wer hätte das gedacht, in einem netten, historischen restaurant mit herrlichem dunklen bier gelandet. skol.

heute dann bergen-schnüffeln im osten, im norden, im süden, immer scharf am wasser lang. wer hier beim parken nicht aufpasst, versenkt in nullkommanichts seine fuhre im glasklaren wasser. absperren? wozu?

jetzt gibts pizza und wenn ich pech habe, hab ich aus versehen die große bestellt und kau morgen früh noch dran rum. das geht aber nicht, morgen gehts nach stavanger auf die fähre nach dänemark.

Sonntag, 18. August 2013

norwegen, bergen, strandkaien

kein regen in bergen! ich geh aber auch keinen schritt mehr ohne regenschirm ...

das auto haben wir samt unsäglichem chaos im kofferraum ins parkhaus gestopft, das arme ding hat sich nach der heutigen fahrt etwas ruhe verdient, und wir haben uns direkt am fischmarkt für zwei nächte im hotel eingebucht.

jetzt kann es regnen, wie es will. rundherum gibts pubs ;-)

norwegen, voss

die kundschaft des kundschafters verheißt nichts gutes, schwimmen ist auch nicht, es hilft nur wenden und kurs nach bergen. ha, da dürfen wir sogar über die gestern erst neu eröffnete hardangerbrua fahren, eine knapp 1,3 km lange hängebrücke.

in voss folgen wir einem äußert dringendem bedürfnis : kaffee und kuchen.

norwegen, sorfjord, kurz vor odda

rien ne vas plus? die letzten stunden (oder auch tage?) ist so viel regen gefallen, dass das gerücht kursiert, die straße nach odda sei gesperrt. so ganz haben wir das nicht geglaubt, sind durch den tunnel gefahren und stehen nun, wunder über wunder, in einer autoschlange. kundschafter sind ausgeschickt, vielleicht können wir ja einzeln durch den fjord schwimmen, so was dauert.

so langsam wachsen uns schwimmhäute und der jeep, ich glaub, der kriegt kiemen.

Samstag, 17. August 2013

norwegen, hardangervidda, dyranut turisthytte

in geilo haben wir noch mal alle vorräte aufgefüllt: diesel, tomaten, käse, schokolade, kein bier, brot ... jetzt sind wir für das nichts in der vidda gerüstet.

in der turisthytte ist noch ein doppelzimmer frei, bad und wc auf dem flur, aber bollerofen im zimmer (schatz, hast du auch holz gekauft?). das zelt trocknet auf den warmen felsen am parkplatz, perfekt!

jetzt gehts auf eine kleine wanderung.

Freitag, 16. August 2013

norwegen, flam, aegir brewery

der gudvangentunnelen ist gesperrt, nix ist mit regen in bergen (der ist dafür hierher gekommen), also pfeifen wir auf die norwegischen alkoholsteuern und lassen es uns in diesem urigen wikingerpub gut gehen. nach einer ordentlichen bierverkostung wissen wir jetzt was uns gut schmeckt, haben für nachschub gesorgt, lassen nasse zelte nass sein und sagen: skol!

norwegen, flam

wir sind im touristenhochort schlechthin gelandet und im vermutlich teuersten hotel am platze.

hauptsache, ein trockenes dach über dem kopf. jetzt weiß ich wenigstens, woher das viele wasser in den fjorden kommt : von oben.

norwegen, fähre mannheller - fodnes

da hat es uns schön nass gemacht heute nacht. bin gespannt, wann wir das zelt wieder trocken haben.

jetzt geht es weiter nach westen, richtung bergen, der regenreichsten stadt in norwegen. na, nass sind wir ja schon ;-)

Donnerstag, 15. August 2013

norwegen, sognedalfjord

heute morgen wecken strahlend blauer himmel und 5 grad plus. im wanderheim gibts zum frühstück unter anderem porridge und eingelegter hering. interessante mischung und durchaus vertragbar.

nach einer spektakulären fahrt durchs jotunheimengebirge sind wir mit warmen bremsen unten im fjord angekommen. mutig haben wir das zelt aufgeschlagen und hoffen, dass es morgens früh nicht ganz so kalt wie in den bergen ist.

ansonsten machen wir jetzt einen auf ganz faul.

Mittwoch, 14. August 2013

norwegen, jotunheimen, krossbu

die reise geht weiter, wir wollen nach westen, richtung fjorde. auf dem weg dorthin passieren wir nordeuropas höchstes gebirge : den jotunheimen.

oben auf dem sognefjellet ist ein wanderheim: krossbu. urig und altbewährt, atmosphäre wie in einer jugendherberge.

ein kalter wind weht hier oben, kein wunder, rundherum sind berge von 2000 metern höhe und mehr, schneefeldern und gletschern.

direkt vom haus geht ein wanderweg zu einem dieser gletscher, am reißenden bach entlang, durch sumpfige wollgrasmulden, über geröllhalden und moränenwälle.

und dann stehen wir vor dem gletscher. im see treiben eisschollen. es ist vollkommen still. und kalt. unglaublich. und unglaublich schön.

Dienstag, 13. August 2013

norwegen, heimattag

6 grad, wind und dauerregen: heizung an, bücher rausgekramt und die warmen decken. heute lockt uns nichts vor die tür.

Montag, 12. August 2013

norwegen, hering, rentier, elch & co.

saurer hering, senfhering, hering in tomate ... zum abendessen, zum frühstück (schließlich sind wir im norden und brauchen kraft fürs wetter), rentiersalami, spaghetti, bratkartoffeln mit und ohne käse mit und ohne butter, die erwähnten zitronenkekse ohnehin und heute abend der höhepunkt (bis heute zumindest): elchgulasch.

mjam, mjam, mjam. so was von lecker.

da lässt sich der regen und zwischenzeitlich unter 10 grad bestens ertragen.

norwegen, weg zur bjornholia

seit gestern regnet es ununterbrochen. brrr. trotzdem machen wir uns auf die 2-stündige wanderung zur bjornholia. dort gibt es bestimmt warmen kaffee und vielleicht klärt es ja auch noch auf.

weder noch.

nach einer stunde regenstapferei und nachdem die nässe anfängt, überall rein zu kriechen und uns selbst unsere zitronenkekse nicht mehr motivieren können, kehren wir um.

trotz allem: die landschaft ist einfach herrlich.

auch, wenn es pitschnass ist.

Sonntag, 11. August 2013

norwegen, peer-gynt-vegen

50 km (oder mehr? oder weniger?) schotterweg quer durch die hochebene - heute ist das wetter genau richtig für eine solche autotour, regenschauer ziehen über das land (wie sieht das auto nachher aus, wenn der schotterweg nass ist?).

die aussicht auf der hochebene ist grandios: so weit der blick reicht nichts als stille, heide, vereinzelte kleine bäume, seen, einsame hütten. darüber der dunkel grollende himmel, vorhänge aus regen, leuchtende lichtinseln.

und eine menge verkehr. sogar eine rote sportwagenflunder wagt sich auf den peer-gynt-vegen. respekt!

Samstag, 10. August 2013

norwegen, straumbuplassen

die berge scheinen greifbar nah, in ihren scharten und schattenseiten liegt noch schnee. hohe schutthalden zu ihren füssen und in den bachbetten, breit fließt der atna in seinem breiten bett aus geröll und sand. in den sumpfwiesen einzelne kiefern und birken, dichtes gras säumt die spiegelnden wasserflächen.

großartige natur.

norwegen, vulua-schlucht

wenige kilometer nördlich ist ein kleiner wanderparkplatz und von hier aus führt ein kleiner pfad hinauf. wohin mag er uns führen? wieder auf einen kargen 1400 meter hohen berg? berge gibts hier ja wie sand am meer ...

der pfad führt durch kiefernwald und helles rentiermoos hinauf und erlaubt spektakuläre blicke in die schlucht unter uns: senkrechte felswände, tosendes wasser, der pfad schlängelt sich schmal und waghalsig am berghang entlang. kerzengerade wachsen die jungen kiefern direkt am abhang in den himmel und der boden ist bedeckt von heidekraut, beerensträuchern und moosen.

wir sind noch keine 500 meter vom parkplatz entfernt und schon umfängt uns diese wilde und tiefe schönheit.

Freitag, 9. August 2013

norwegen, friisvegen

kleiner umweg gefällig? der friisvegen führt von attna nach ringebu und da wollten wir sowieso noch ein paar vorräte auffüllen. und er führt mitten durchs fjell! also dann ...

regen begrüßt uns bei der auffahrt ins fjell, aber oben ist wieder alles klar: links und rechts karge hochebene, im hintergrund rundherum die berge, atemberaubend schön.

dieser umweg war es wert.

norwegen, grasjoen

auf dem weg durch das schöne attna-tal tauchen auf dem navi wieder die spinnenbeindünnen strichelchen auf: erlaubte feld- und waldwege.

als dann einer dieser wege sogar mit einem hinweisschild versehen ist, setzen wir den blinker und landen auf einer privaten mautstrasse, die uns nach ... ja, wohin eigentlich? ... bringt.

grasjoen ist auf der detaillierten straßenkarte nicht eingezeichnet und das gps kennt sowas auch nicht.

aber die 70 kronen sind gut investiert : wir landen auf einer anhöhe mitten im fjell und wandern aufs geratewohl los.
ein traum!

durch birken- und weidenurwald, über saftiges moor und glucksende bäche geht es dahin. und der blick geht weit und weiter.

zu hören ist nichts, nur der wind auf der höhe und die mücken am ohr.

Donnerstag, 8. August 2013

norwegen, muen, 1439 m

als wir gestern übers fjell gefahren sind, blieb uns beim anblick dieses berges schon der atem weg. heute sind wir, nach ausdrücklicher empfehlung unseres gastgebers, hochgekraxelt.

au wei!

lächerliche 400 höhenmeter über stock und stein, zuletzt über pures, loses geröll. aber die mühe hat sich gelohnt : traumhafte aussicht nach allen seiten.

der handyempfang da oben muss auch gut gewesen sein. oder hat die dame gar nicht telefoniert, sondern nur ihr ohr gewärmt?

Mittwoch, 7. August 2013

norwegen, rondane, n61° e10°

wie stressfrei es sich in und aus oslo heraus (abgesehen vom parkhaus) fahren lässt ... kein drängeln, kein hupen, kein stau.

das tal wird immer tiefer eingeschnittener, die berge höher, beinahe wie im allgäu. dann die abfahrt von der e6. steil windet sich die straße höher und höher, auf dem pass eine kleine rast, bevor es ins karge fjell geht.

hier sind wir richtig.
es ist traumhaft schön.

Dienstag, 6. August 2013

oslo, tjuvholmen

wieder zieht ein regenschauer durch und in diesem noblen, gerade entstehenden wohn- und geschäftsviertel lässt es sich wunderbar warten. trockene ecken gibt es en masse. traumhaften blick auf den oslofjord dazu und nebenan tritt die colorline den rückweg nach kiel an.
gute reise!

oslo, deli de luca

der reiseführer schreibt, norwegen sei ein paradies für schleckermäuler, allerdings seien die süssigkeiten voller zucker und farbstoffe.

ich kann das bestätigen.

mjam.

:-)

oslo, oslo opera

der oper kann man aufs dach steigen: sie ist mit weissem marmor verkleidet und einem eisberg nachempfunden. von der spitze des eisbergs bietet sich ein herrlicher blick über die stadt bis zum holmenkollen und auf die baustellen der neuen schicken quartiere von pwc, e&y und co.

Montag, 5. August 2013

oslo, domkirke

der kirchendiener macht bei den opferkerzen ordnung, alte wachsreste kommen weg, die eine oder andere wird umgesetzt, es wird auch mal eine ausgeblasen und neu entzündet. die dame gegenüber beobachtet das mit wachsendem entsetzen.
aber hier gibt es nichts zu befürchten, immerhin trägt der kirchendiener ein securitas-schlüsselband um den hals.

oslo, rosenkrantzgate

bisher dachte ich, nur die südländer kriegen kleine, enge parkhäuser hin. von wegen! die norweger können das auch.
es brauchte etwas geschick, das kleine auto ins 2. untergeschoss zu bugsieren und ich bin gespannt, wie wir das wägelchen da wieder raus kriegen.
mit dem feuerwehraufzug?
:-)

colorline, im oslofjord

eines ist gewiss : die sonne tauchte gestern nacht nicht mehr auf.

erst heute morgen kam sie wieder zurück und brachte norwegen mit : so ganz anders als dänemark und wunderschön.

colorline, irgendwo auf höhe norddänemark

soeben ist wunderschön die sonne untergegangen.

wenn jetzt mittsommernacht wäre und wir würden weiter und weiter nach norden fahren, würde die sonne dann einfach wieder auftauchen im westen oder norden?

Sonntag, 4. August 2013

kiel, norwegenkai

in norwegen ist dieser tage oldtimerrallye. da stehen sie, die herausgeputzten oldies neben ihren skurrilen besitzern und warten, dass es an bord geht.

heute transportiert die colorline äußerst wertvolle fracht.

Samstag, 3. August 2013

wunschzettel

zwischenstop in peine

für morgen wünsch ich mir genauso leere straßen, wie wir sie heute hatten : die fahrt verging im flug und jetzt gehen wir ein kühles bierchen trinken.

morgen um diese zeit genießen wir die aussicht vom deck ...

auf die plätze ...

es ist alles gepackt und verzurrt, wir sind auch fertig ;-) und selbst die sonne hat ein einsehen und dicke wolken um sich gelegt.

es geht los!

Mittwoch, 31. Juli 2013

schneidig

der letzte rasenschnitt vor dem urlaub : eine äußerst schweißtreibende angelegenheit.

zum glück hatte vorhin noch der getränkemarkt offen, da konnte ich mir gleich ein rasenmähbelohnungsbier besorgen.

aber ich muss mich jetzt ranhalten, es ist erst ein viertel geschafft ...

Montag, 29. Juli 2013

was fehlt noch?

es ist fast alles gepackt : zelt, schlafsäcke, isomatten, schuhkisten, kocher, geschirr, bettwäsche, handtücher, kanister, regenschirm, hüte, klappspaten, klopapier, eimer, klappstühle, spanngurte, biwaksack ...
und noch immer ist platz.

Sonntag, 28. Juli 2013

landeplatz

das gästehaus südlich des rondane-nationalparks hat tatsächlich noch etwas frei : eine hütte.

wir haben sie für eine woche reserviert.

eine woche hüttenleben, ankommen, wandern, erkunden.

Samstag, 27. Juli 2013

wunder?

wenn die rückbank umgelegt ist und die kopfstützen demontiert, ist überraschend viel platz im auto.

aber werden uns die bremsen auch keinen ärger machen auf der langen reise?

vorgesorgt

eine freundin kam gerade aus norwegen zurück : mit nur einem mückenstich und einer handvoll übrigen kronen.

die kronen hab ich ihr gern abgenommen (damit für die erste softeistüte gesorgt ist). den mückenstich hab ich gebührend bewundert.

Freitag, 26. Juli 2013

noch mehr vorfreude

in norwegen soll es große softeisportionen geben :-)

freu ...

Donnerstag, 25. Juli 2013

vorfreude

colorline schickt eine infomail zur fähre nächste woche :-)

mit dabei: eine detaillierte anfahrtsskizze und eine übersicht der taxfreeshops an bord. im moment interessiert mich das spirituosenangebot, aber die preise in kronen lassen mich doch zweimal schlucken.

Dienstag, 23. Juli 2013

es nimmt formen an

zelt, isomatte, schlafsäcke, handtücher ... alles steht im flur, ist fertig zum probepacken. der kocher durfte nach sonnenuntergang auf dem balkon zur probe fauchen. dolles ding.

und das angekündigte wetter für dieses wochenende ist genau richtig, um, wie ute sagt, zum kellerkind zu werden und in der garage das auto zu laden.