Donnerstag, 28. November 2013

london, st. pancras international, eurostar terminal

andere reihenfolge : erst durchleuchten, dann passkontrolle. als mir der beamte "have a nice day" wünscht, verstehe ich ihn nicht und denke mit schaudern an meinen besuch bei den auslandsschnüfflern. weiß er davon?

mülleimer gibt es hier nicht, wohl damit niemand etwas unangenehmes reinwirft. reinigungskräfte mit leuchtwesten und ebensolchen gummihandschuhen sorgen für ordnung.

heimwärts.

Mittwoch, 27. November 2013

london, marylebone, pub in dorset street

ich wunderte mich schon über die inneneinrichter mit riesigen porzellanelefanten im fenster oder marmorverkleideten bädern oder badewannen mit seitlichem glaseinsatz (wäre hervorragend geeignet zum fische beobachten, aber wer schrubbt sowas?) und die bewachten kellerabgänge zum "private club", aber dann querte ich die straße und stand vor der hermetisch gesicherten us-embassy. davor ein zelt mit irakischen hungerstreikern. ich zog schleunigst weiter.

oxford-street - eine langgezogene einkaufsmeile voller handtaschen, mode, parfum. nördlich wirds ruhiger, in marylebone tobt nicht der bär und ich genieße ein ruhiges london-abschluss-bier in the barley mow.

london, mayfair, shepherds market

was für eine erholung : nach dem trubel und dem luxus von brompton road und harrods (halbe sachen mach ich nicht) die ruhe in mayfair. die luxuskarossen der park lane verirren sich vereinzelt auch hier her, aber hier ist nix mit breit durchrauschen, hier heißt es: bitte wenden!

london, notting hill, portobello road

fotografierverbot in the "kensington palace gardens": wär ich nicht aus dem gesträuch (hyde park) gekommen, hätt ich mich nie hier her gewagt. doppelt und dreifach gesicherte ein- UND ausfahrtkontrolle, an jedem haus, ach was, palast! ein eigenes tor für "in" und "out" ... ich war im botschaftsviertel gelandet. schlechte zeiten für schnüffler ...

auf dem weg zur portobello road wird an die eigene sicherheit gemahnt, wo bin ich denn jetzt gelandet? aber mittwochs ist hier nicht viel los. himmlische ruhe und in "charlie's" cafe eine reichhaltige kuchenauswahl.

london, hyde park

im hyde park ist die mode wieder anders : gummistiefel, gesteppte weste oder burberry coat, dazu lässig eine leine in der hand. der hund läuft irgendwo rum und / oder belästigt andere hunde.

der einzige lärm im park stammt vom kreischen der möwen oder schnattern der gänse. auch der antreiber der sportklasse ist nicht zu überhören. er trägt tarnkleidung und einen überlebensrucksack. ein ausbilder der lokalen spionageschule?

london, dorset street, the barley mow

wie überall treffen in diesem pub alt und jung aufeinander. zuweilen ganz alt ... barfood wird abends nicht serviert, dafür gibt es eine bunte auswahl crisps (und der fish & chips-laden ist um die ecke).
aber es gibt hier zwei separees, kleine, durch holztrennwände geschützte kojen für etwa vier pubbesucher. mit direktem zugang zur bar. was will man mehr?

na gut, zum rauchen muss man vor die tür ...

Dienstag, 26. November 2013

london, cafe in the crypt of st. martin in the field church

gerade richtig für eine pause komme ich bei st. martin in the fields an. ich muss mal. ausserdem bin ich müde. ich könnte auch über die straße in the national gallery. da gibts bestimmt auch n lokus ... aber dann überwiegt die neugierde auf das "cafe in the crypt".

sagenhaft!

im alten gewölbe verbirgt sich nicht etwa eine kleine kaffeebude, nein, ein speisesaal mit einer reichhaltigen auswahl leckerster leckereien: suppen, salate, törtchen, sandwiches, warme aufläufe ... ich entscheide mich für creme brulee. eine gute wahl.

london, albert embankment

da kann die sonne noch so lachen : london fiebert bereits weihnachten entgegen. die straßen sind geschmückt mit glitzer und lichterketten und die pubs werben um kunden für die xmas-party. wie weihnachten sich wohl in einem pub anfühlt? singen die dann "ihr kinderlein kommet"?

am buckingham palace werden gerade die königlichen weihnachtsbäume angeliefert, schnöde auf einem grünen pritschenwagen.

überraschung dann beim legolandhouse am albert embankment: selbst da müssen die mitarbeiter zum rauchen vor die tür. wenn da mal keiner den zugangscode ausspäht ...

london, new bond street

frühmorgens ist schwarz die angesagte farbe : schwarze schuhe, schwarze stiefel, schwarze hosen oder schwarze strümpfe.

nur bauarbeiter und touristen tragen jeans. und die haben es auch nicht eilig.

london, chiltern street, blandford hotel

frühstück gibts von 7 bis 9.
nicht gerade die touristenzeiten mit langschläferfrühstück nach durchzechter nacht.

aber als besucher vom kontinent ist diese nacht ja noch ne stunde länger und ich kann mich nochmal umdrehen.

der blick aus dem hotelzimmerfenster geht auf den innenhof mit seinen feuertreppen. die ganze nacht hell erleuchtet, dafür absolut ruhig. und das mitten in london. einzig das jaulen der polizeisirenen schafft es dann und wann in diese ruhe.

Montag, 25. November 2013

london, marylebone street, metropolitan bar

die metropolitan bar fängt harmlos an: einzelne tische in ruhigen ecken. dann die treppe hoch und ich wähne mich im hofbräuhaus. das ist mal ne trinkhalle!

und passend zur jahreszeit gibt es leckeres bier: red breast, red nose usw.

london, baker street

die aus vergangenen urlauben verbliebenen pfunde reichen gerade für ein one-way-ticket. ich muss mich also noch ein wenig gedulden, bevor ich mich in den kauf von pasties oder fish and chips stürze.

die fahrt durch den tunnel dauerte lächerliche 20 minuten und kaum tauchte der zug in england auf, schien die sonne. wofür hab ich einen schirm eingepackt?

frankreich, eurostar-terminal lille-europe

schon in brüssel ist mir das aufgefallen : die hermetische abriegelung der eurostar-bahnsteige. erinnerungen an das geteilte berlin werden wach ...

und hier auch wieder: wachmannschaften, barrikaden, dichter maschendraht.

sicher ist sicher.

bruxelles-midi, eurostar-terminal

beim zugticketkauf, im reiseplan im zug ... überall wird dick und fett darauf hingewiesen, unbedingt die check-in-zeit zum eurostar zu beachten. oha, dachte ich mir, und wenn das biest von ice nun verspätung hat?

es hatte verspätung, zwischenzeitlich 7 minuten.

dann die einfahrt in brüssel, 2 minuten zu früh, keine paar hundert meter zum eurostar-terminal, niemand vor mir am check-in, an der passkontrolle, in nullkommanichts durchleuchtet, zack, drin (der eurostar ist wahrscheinlich noch gar nicht da).
so einfach ist das!

und jetzt geh ich gucken, ob der kiosk das ultimative britische offroadheft hat ...

hbf frankfurt am main, ice 16 international

bei strahlend blauem himmel fährt der ICE superpünktlich aus der bahnhofshalle. die uhr am bahnsteig zeigt 10 uhr 16, die im zugdisplay 10 uhr 14. bin ich jetzt auch früher am ziel?

Montag, 11. November 2013

abendhimmel, schwalbach im taunus

die kraniche ziehen!

immer wieder macht es mich sprachlos, wenn sich die vögel auf ihre lange reise machen. ich spüre meine sehnsucht nach der ferne.

sie reisen mit der hoffnung, anzukommen. gewiss ist auf dieser reise für die tiere hingegen nichts.

wozu sorge ich mich also um verspätete züge und bahnen?